12.11.2017

a little bit about...fashion illustration | Teil 2: Zeichenutensilien und Kolorierung

Nun hat es doch etwas länger gedauert, bis der zweite Teil zu meinem Beitrag über Modezeichnen erscheint. Doch heute möchte ich euch über meine Erfahrungen mit verschiedenen Zeichenutensilien berichten. Außerdem verrate ich euch, wie ich meinen Figurinen am liebsten Farbe einhauche.

Der erste Teil meines Beitrags über Fashion Illustration liegt mittlerweile fast sieben Monate zurück. Höchste Zeit, dass endlich der Zweite erscheint. Im ersten Teil ging es allgemein um das Thema Modezeichnen und die Suche nach den richtigen Proportionen. Außerdem habe ich euch meine liebsten Bücher und Internetseiten empfohlen. Falls ihr diesen Teil noch nicht kennt, schaut hier gerne vorbei.

Vorweg noch einmal der Hinweis, dass ich kein Profi bin und euch nur meine persönlichen Tipps und Erfahrungen weitergebe.
Nun aber zum Thema des Zweiten Teils: Zeichenutensilien und Kolorierung. Für mich war die Farbe das Schwierigste am gesamten Zeichnen. Lange habe ich es überhaupt nicht hinbekommen und war nie zufrieden. Daher blieben meine Zeichnungen meist Grau bzw. Schwarz-Weiß.
Mittlerweile habe ich verschiedene Stifte und Farben ausprobiert und meine Lieblinge gefunden. Heute stelle ich euch diese verschiedenen Möglichkeiten vor.

Bleistifte

Das Offensichtlichste zuerst. Bleistifte hat sicher jeder zuhause rumfliegen. Schließlich besitzt man durch Werbegeschenke, Schulkäufe oder ein bekanntes Möbelhaus verschiedene Modelle. Doch für mich hat sich der Kauf eines Bleistiftkasten ausgezahlt. In diesen Kästen sind meist ca. 10-12 Bleistifte in verschiedenen Stärken enthalten. Diese bieten sich an, wenn man eine Skizze nur in schwarz-weiß halten möchte und somit Falten und Schatten mit den Bleistiften bearbeitet.
Aber auch zum Zeichnen der Figurine will ich meine Bleistifte nicht mehr missen. Für mich hat es sich bewährt zuerst einen relativ weichen Bleistift(2-3B) zu benutzten. Danach nutze ich einen mittleren, um die Linien zu fixieren(HB) und am Schluss einen harten Stift(2H), damit die Kleidung schön fein und ordentlich gezeichnet werden kann.

Fineliner

Für mich eines der wichtigsten Utensilien, die ich erst spät angefangen habe zu benutzen. Bis vor einem Jahr, habe ich keine Fineliner benutzt und meine Zeichnungen nach dem Kolorieren unbearbeitet gelassen. Mittlerweile betone ich immer die wichtigsten Linien. Die schwarzen Akzente verleihen der Figurine deutlich mehr Ausdruck und Dynamik.
Wichtig ist jedoch, dass der Stift dünn genug ist. Ich benutze am liebsten einen mit der Stärke 0,3 und als Alternative einen 0,5er. Teilweise bräuchte ich aber noch einen dünneren.
Eine Sache noch: Die klassischen Fineliner von Stabilo eignen sich meiner Meinung nach nicht zum Zeichnen. Die Spitze ist zu eckig und lässt sich schwer gezielt einsetzten. Ich bevorzuge die Fineliner von Copic oder Faber Castell.
 

Zeichentusche/Zeichentinte

Ich liebe es mit Feder und Tinte zu zeichnen. Allerdings habe ich ein bisschen gebraucht bis ich den Dreh raus hatte und nicht mehr alles verwischt habe.
Für mich funktioniert es  am Besten, wenn ich eine dünnere und eine dickere Feder nutze und dazu normale schwarze Tinte. Allerdings verzichte ich meistens auf das Kolorieren mit nassen Farben. Die Tinte verläuft sonst logischerweise schnell.


Kolorieren mit Markern

Marker sind meine liebste Methode um Farbe an die Figurine zu bringen, da man  sehr gut Farbabstufungen und Schatten darstellen kann.
Sie sind ähnlich aufgebaut wie Filzstifte. Allerdings gibt es viele verschiedene Nuancen und Helligkeiten. Standartmäßig werden die Marker von Copics und Touch genutzt. Beide nehmen sich sowohl vom Preis, als auch der Qualität nahezu nichts. Das ist zumindest meine Meinung. Falls ihr euch genauer in die Materie begebt, werdet ihr merken, dass das nicht alle so sehen. Das Internet ist voll von Vergleichsvideos und der Diskussion, welcher Hersteller besser ist. Ich bin mit beiden gleichermaßen zufrieden.
Der Preis der Stifte ist gleich, allerdings auch gleich hoch. Denn billig sind sie nicht. Mit ca. 5 Euro müsst ihr pro Stift normalerweise rechnen. Meist lohnt es sich, wenn ihr Sets kauft. Diese sind häufig günstiger und enthalten gleich mehrere Nuancen einer Farbe.
Ich habe mich trotz des Preises für diese Marker entschieden und bin glücklich. Mit ihnen kann man sehr leicht kolorieren und hat einen gleichmäßigen Farbauftrag. Außerdem fällt so nicht das Problem an, dass Farbe verläuft oder das Papier nass wird. Gründe, warum ich Aquarell und Tinte manchmal verfluche.

Kolorieren mit Aquarell

Bevor ich eine größere Auswahl an Farben der Marker hatte, habe ich nur Aquarell genutzt. Meistens Aquarell Stifte, die ich anschließend mit dem Pinsel und Wasser bearbeitet habe. Das ist eine super Methode, gerade für zarte und fließende Stoffe. Diese wirken durch das Wasser sehr lebendig. Allerdings muss man immer beachten, dass andere Farben und Stifte verwischen können. Auch Bleistift kann für unschöne graue Schleier sorgen.
Außerdem ist für Aquarell logischerweise Wasser nötig. Bei dem falschen Papier sorgt das dafür, dass unschöne Wellen entstehen. Somit seit ihr sehr eingeschränkt, was die Papierwahl angeht. Besonders bei Skizzenbüchern, in denen mehrere Techniken gesammelt sind, wird das problematisch. Zusätzlich ist gutes Aquarellpapier auch deutlich teurer als normales. Deswegen nutze ich mittlerweile fast ausschließlich Maker.

Kolorieren mit Ölkreide

Mit Ölkreide habe ich bis jetzt noch nicht gearbeitet. Deswegen kann ich nichts dazu sagen, aber wollte diese Möglichkeit der Vollständigkeit halber aufnehmen. Ich finde den Effekt von Kreiden super schön und möchte diese auch unbedingt nochmal ausprobieren. Falls ihr nicht wisst, wie Modezeichnungen mit Ölkreiden aussehen, schaut mal nach Skizzen von Karl Lagerfeld und Wolfgang Joop. Diese benutzen oft Kreiden zum Kolorieren.
 

Ansonsten gibt es natürlich noch ein paar andere relativ offensichtliche Utensilien. Es ist immer praktisch ein gutes Radiergummi, ein Lineal, einen Anspitzer und gutes Zeichenpapier bereit zu haben. Gerade bei den Markern, wirken die Farben wesentlich besser auf richtigen Markerpads.

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