23.04.2018

Lasst uns das Leben nicht so ernst nehmen & stattdessen Feuer löschen

Ein sonniger Nachmittag. Ich sitze auf einer Bank im Park und denke über mein Leben nach. Plötzlich "Feuer"! Ein Löschzug rückt an und ich bin Teil eines großen, kleinen Abenteuers.


Ein sonniger Nachmittag. Ich sitze auf einer Bank im Park und denke über mein Leben nach. Ja, sowas tue ich und ja, es kommt nicht selten vor. Also sitze ich da auf dieser Parkbank und grübele über die wichtigen Themen des Lebens. Studium ist in letzter Zeit so einer der Top-Begriffe .
Plötzlich, zwischen dem Abwägen mehrerer Studienstädte und dem infrage Stellen aller meiner bisherigen Pläne. "Feuer"...Ein lauter Schrei, der gleich erneut ertönt: "Feuer, Feuer". Ich schaue hoch. Ein kleiner Junge- ich würde ihn auf fünf tippen- hüpft aufgeregt auf und ab. Er steht zwei, drei Meter entfernt von mir auf der Wiese und schaut tot ernst auf eine Stelle grünes Gras. Völlig normales grünes Gras, ohne Flammen, Rauch und verkohlte Stellen. Kein Feuer weit und breit- denke ich. Aber da liege ich völlig falsch. Im nächsten Moment erscheint ein Löschzug aus drei Kids auf Laufrad, Kettcar und Fahrrad. Mit wortwörtlich kreischenden Sirenen düsen sie an und bremsen scharf vor mir ab. Gekonnt zielen alle drei auf die gefährliche Rasenstelle. Der Junge, der das Feuer entdeckt hat, holt weit mit den Armen aus und zündet mit den Worten: "Schaumwaffe aktiviert", seinen Löschturbo. Doch auch das scheint nichts zu bringen. Es wird abgerückt um Verstärkung zu holen. Während die Kids also abrücken, erscheint ein Nachzügler vor mir. Das kleine Mädchen, was gerade ziemlich gestresst von dem Fahrrad vor mir absteigt, ruft toternst: "Wir sollen kein Wettrennen machen, ich habe doch erst gestern gelernt ohne Stützräder zu fahren." Nachdem sie merkt, dass die anderen Feuerwehrleute schon außer Hörweite sind, wendet sie sich an mich: "Wo ist das Feuer?" Ich stutze. Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet in diese Situation reingezogen zu werden. "Äh, ich glaube dahinten", sage ich und deute wage auf eine Stelle auf der Wiese. Ich hoffe, dass dies auch die tatsächliche Stelle ist. Sie schaut mich an und runzelt die Stirn. "Dahinten? Da ist Wiese!", erwidert sie und stapft los. Ein paar Meter links von meinem Platz bleibt sie stehen, zielt gekonnt auf den augenscheinlichen Rasen. "Schschsch." Ein paar Sekunden später streicht sie sich eine Strähne aus der Stirn: "So, erledigt! Das die Jungs immer so ein Drama machen müssen." Ich muss lachen. Bei diesem altklugen Spruch der kleinen blonden vor mir geht das auch kaum anders. Sie dreht sich um. "Was gibt's da zu lachen? Das ist ernst, okay! Feuer muss man löschen. Sonst brennt alles- auch deine Bank!" Mit diesen Worten dreht sie sich um, steigt aufs Fahrrad und fährt weg. Ich bleibe zurück. Stimmt, wie konnte ich meine Zeit mit so nichtigen Themen wie Zukunft verplempern? Jeden Moment hätte meine Bank mit mir in Flammen aufgehen können. Und ich hätte davon, bei all dem grübeln, nicht mal was gemerkt. Gut, dass meine vier kleinen Feuerwehrleute aufgepasst haben. Das nächste mal, werde ich es auch tun. Versprochen!
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